Er sagte, dass der Zweifel die Tat begründen würde, die er vollzogen hatte, und dennoch übermannte ihn der Gedanke, die Bedenken und Position, die ihm innewohnten, vermögen seinem Handeln nicht gerecht zu werden. Im Vorbehalt und Zwiespalt bewanderte er sein Tun und rekonstruierte, gleich seinem Naturell, den Ausgangspunkt und Verlauf der vorangegangenen Geschehnisse. Die Befürchtung, seine Auffassungsgabe und Urteilsvermögen könnten ihn verlassen haben, versetzte ihn in einen Zustand aufkeimender Unruhe; ein Bild, kribbelig und fiebrig, das er seiner selbst Willen stets zu verhindern ersuchte. Und dennoch nagte diese Flause in seinem Kopf, der Intuition seines Geistes entgegen. Der Sog der Erfahrung versetzte ihn immer noch ins Schleudern; je länger er darüber nachdachte, desto größer wuchs der Zweifel in ihm über seine eigene Unzulänglichkeit und scheinbare Unfähigkeit, eine allumfassende Formel, ein Abbild seines Umfelds, ausmachen zu können. Diese Kluft im Gefälle seiner Auffassung bereitete ihm plötzlich den Eindruck, der Natur ein Schnippchen geschlagen zu haben. Nicht die Natur, die Umwelt, wiegt als schöpfende Kraft, sondern der menschliche Korpus als mutierendes Objekt seiner Gedanken, als Herr seiner selbst, den Dingen Bedeutung zu verleihen und einen Namen zu geben.

 

First published in 2014.

 

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September 5, 2017